Segeln in Kroatien

Kroatien gilt als eines der schönsten  Segelreviere und wird auch als die Karibik Europas bezeichnet. 

1246 Inseln sind dem Festland vorgelagert, mehrere Nationalparks sind Garant für die Bewahrung der Ursprünglichkeit, zahlreiche Buchten warten darauf, entdeckt zu werden. 

Seit 1. Juli 2013 ist Kroatien Mitglied der EU. Auf 87 700 Quadratkilometern leben knapp 4.5 Millionen Menschen, dazu kommen 10 Millionen Touristen pro Jahr! 

 

Abzocke und Naturerlebnis

 

2014 bin ich dort gesegelt, um eine Jeanneau 53 zu testen. Das Land, die vielen Inseln und Buchten sind umwerfend schön. Aber das hat auch seinen Preis. Wo immer möglich wird abkassiert, und das nicht zu bescheiden. Da kommt häufig das Gefühl auf, abgezockt zu werden.

Über das Preis-Leistungsverhältnis lässt sich diskutieren. Was man aber für sein Geld geboten bekommt, ist allerdings einzigartig: eine nahezu unberührte Natur, ein Fischreichtum, den man sonst im Mittelmeer nicht mehr findet, eine natürliche Gastfreundschaft, Beschaulichkeit und Ruhe, sofern man diese sucht. Städte, die zum Weltkulturerbe erkoren wurden, laden zum Entdecken und Bummeln ein. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. 

Marina Kastela


Die Marina liegt etwas ausserhalb von Split. Es gibt zwei Hafenbecken, von denen das nördliche den Charterschiffen und das Südliche privaten Yachten vorbehalten ist.

Die Anlage ist relativ neu, sauber, aber ohne grossen Reiz. Hier kommt man und hier geht man. 

Am Eingang der Marina warten etliche „Privatchauffeure“, die einen mit ihrem Auto zum nächsten Einkaufscenter bringen.

Wir erwischen mit Ivica einen originellen Typen, der uns ein paar Kilometer mit seinem recht klapprigen Skoda zu einem riesigen Interspar bringt, in dem wir unsere Proviantliste abarbeiten und anschliessend in zwei Einkaufswagen abtransportieren. 

 


Zirje


Zjrje ist die entfernteste Insel im Archipel von Sibenik und hatte daher schon immer eine militärische Bedeutung. 

Am Rande der Bucht sieht man auch noch die Reste einer Festungsanlage, die bei der türkischen Invasion im 16. Jahrhundert komplett zerstört wurde. 

Die Insel ist 11.8km lang und 2.5km breit. 2006 zählte man noch 160 Einwohner, die überwiegend von der Landwirtschaft und von der Fischerei leben. Der Name leitet sich vom kroatischen Wort „Zir“ ab, was Eichel bedeutet. Wahrscheinlich war die Bucht früher von einem mächtigen Steineichenwald bedeckt. 

In der Bucht  machen wir an den ausgelegten Bojen fest. Ausser uns, liegen hier noch drei Segelschiffe.  

Am Ufer steht die Konoba Stupica, die wir am Abend aufsuchen. Rosa, die Wirtin erklärt uns die Speisekarte. Es gibt entweder  Fisch oder Kotelett, als Beilage eine Art Kartoffelbrei, gemischten Salat und dazu Hauswein, -ein einfaches, aber leckeres Menu. 



Dugi Otok

Die schönste Insel, der beste Ankerplatz, die beste Konoba. 

So könnte man kurz unseren Besuch umschreiben. Hier hat einfach alles gepasst. Wir lagen in der nördlichsten Bucht vor Anker, am Ufer eine Konoba, in der Goran für uns exklusiv seine berühmte Peka gekocht hat.Er hat uns am nächsten Morgen mit seinem VW-Bus auch noch die Insel gezeigt. 

 

Der Name Dugi Otok bedeutet „lange Insel“. 43km lang und 5km breit ist sie, 1772 Einwohner wurden 2001 noch gezählt. Dugi Otok grenzt an den Nationalpark Kornati, seit vergangenem Jahr wird aber auch hier von Ranchern eine Gebühr erhoben.

Am Ufer befindet sich das bekannte Restaurant Goro. Goran, der Wirt, bereitet hier nach Voranmeldung seine Spezialität, eine Peka zu. 



Kornat

Diese Insel prägte den Namen der ganzen Gruppe. Wir finden einen sehr guten Ankerplatz, besteigen noch mit etwas Schwierigkeiten den Hügel und geniessen die Aussicht auf das Meer und die zahlreichen Inseln. 


Smokvica

Wir motoren entlang der Insel Kornat bis zur Insel Smokvica, wo wir in in der Uvula Loyena, der einzigen Ankerbucht an der Boje des Restaurants Piccolo festmachen. 

Auch hier finden wir wieder eine wunderschöne Landschaft und Idylle vor, von der man nur träumen kann. Es gibt zwei Restaurants hier, wir entscheiden uns für das Piccolo und das war eine gute Wahl. 

Denn was hier abends auf den Tisch kommt ist allererste Klasse. 



Rogoznica


Wir müssen feststellen, dass einiges an Bord ausgegangen ist. So haben wir keinen Kaffee mehr, das Bier geht zur Neige und der Rum ist auch schon lange leer. Zudem fehlt es uns an Bargeld, auf den Inseln gab es leider keinen Bankomat. Wir müssen also wieder in einen grösseren Ort, am besten auf dem Festland. Unsere Wahl fällt auf Rogoznica,. 

Es ist ein kleines, beschauliches Dorf mit knapp 800 Einwohnner, die überwiegend vom Tourismus und von der Fischerei leben. Die Marina ist eine der modernsten Mitteldalmatiens und verfügt über eine attraktive Infrastruktur mit Hotel, Swimmingpool, Tennisplätzen, mehreren Restaurants und Boutiquen. 



Split

Split ist eine der faszinierendsten Städte, die ich je gesehen habe. Dort muss man zumindest einmal im Leben gewesen sein. Ich denke, die Bilder sprechen für sich, so dass ich mir die Worte spare.